Bei der kontinuierlichen Suche nach Verbesserung und Verbesserung der Bildungsqualität sind die Indikatoren ein untrennbarer Bestandteil und bilden nach Ansicht von Fayol eine der vier Säulen der Verwaltung: Kontrolle. Denn ohne eine angemessene Messung lassen sich die Auswirkungen getroffener Entscheidungen und getroffener Bildungspolitiken nicht abschätzen, ebenso wie jede glaubwürdige Planung, die auf Fakten und nicht auf „Erraten“ basiert.

Aber das Thema ist komplex und es gibt keine einfache Lösung, da es neben regionalen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten, von denen Bildung nicht isoliert betrachtet werden kann, zahlreiche unterschiedliche Bildungsperspektiven, mehrere Faktoren beinhaltet. Insbesondere im Hochschulbereich kommt diese Diskussion schon vor langer Zeit in Frage, als die tatsächliche Fähigkeit zur Messung der Bildungsqualität auf der Grundlage offizieller Indikatoren des Bildungsministeriums über Inep in Frage gestellt wurde.

Diese Debatte gewann an Stärke, als der Rechnungshof mit Urteil Nr  dass das Preliminary Course Concept (CPC) und das Course Concept (CC) „nicht die Qualität/Exzellenz der höheren grundständigen Studiengänge widerspiegeln“, in der Praxis lediglich eine „Rangliste unter den evaluierten Studiengängen“ darstellen.

Die Argumente wurden im Dezember 2018 noch stärker, als die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) den von MEC/Inep noch 2017 geforderten Bericht mit dem Titel „Rethinking Quality Assurance for Higher Education in Brazil“ (in freier Übersetzung) abschloss Auf seinen 184 Seiten stellt das Dokument offen die Gültigkeit des IGC (General Index of Courses) und des CPC für Qualitätsmessungen in Frage und stellt fest, dass „seine Macht zur Diskriminierung zwischen Institutionen gering ist“ und „sie keine neuen Leistungsinformationen für institutionelle“ einführen Führer“.

Angesichts dieser und anderer Tatsachen hat die CONAES (Nationale Kommission für die Evaluierung der Hochschulbildung) kürzlich auf einer Sitzung beschlossen, die Verbreitung dieser Indikatoren zu unterbrechen, da sie ihre Unzulänglichkeit für die Zwecke, für die sie vorgeschlagen wurden, anerkennt. Gleichzeitig ließ es die Möglichkeit einer eventuellen Wiederaufnahme offen, und es wurde eine neue Methodik entwickelt, die eine ausreichende Verbesserung ermöglichen würde.

Ist die Entscheidung einerseits richtig, da sie Ungerechtigkeiten und mögliche Fehlinterpretationen der Ergebnisse ausschließt, legt sie andererseits ein wichtiges Vakuum in der Bewertung der Qualität der brasilianischen Hochschulbildung insgesamt und in Bedingungen von Studiengängen und Institutionen.  Und dies hat ein besonders schädliches Potenzial im aktuellen Kontext, in dem die Hochschulbildung mit intensiven Dilemmata und Fragen konfrontiert ist, sowohl in Bezug auf öffentliche als auch private Institutionen.

Aber was ist mit Enade? Ja, in der National Student Performance Exam finden wir einen guten Indikator für das Wissen, das die Studierenden während ihres Abschlusses erworben haben und zusammen mit dem IDD für die Qualität der jeweiligen Studiengänge und Institutionen. Sie reicht jedoch nicht aus, um alle Anforderungen an Bewertung und Regulierung zu erfüllen, und ist auch nicht immun gegen methodische Kritik.

Trotz jahrzehntelanger intensiver Hingabe und aufrichtigem Engagement von Forschern, Spezialisten und Technikern von MEC und Inep gibt es in diesem Bereich noch viel zu tun, mit großem Potenzial, zur Qualität der brasilianischen Bildung beizutragen. Manchmal muss man einen Schritt zurück und dann zwei Schritte nach vorne machen.

JeanFrank TD Sartori

Gazeta do Povo, 01/2020

Ursprünglicher Link | Publikations-PDF

Ein notwendiger Schritt zurück in
Evaluation der Hochschulbildung